Länder wie Thailand, Mexiko oder Indien machen es vor – Schärfe in das Essen zu bringen. Chili ist ein beliebtes Würzmittel, um Suppen, Saucen oder Currys eine feurige Note zu verleihen. Scharfes Essen liegt im Trend, ist gesund und macht glücklich. Doch was passiert mit unserem Körper, wenn wir auf etwas Scharfes beißen?
Warum macht scharfes Essen glücklich?
Scharf ist im Grunde kein Geschmack sondern ein Schmerz, allerdings ist dieser nicht von Nachtteil. Durch scharfe Gewürze wird der Geschmack von Gerichten hervorgehoben und macht sie schmackhafter. Das Brennen im Mund führt zu einer vermehrten Durchblutung der Mundschleimhaut und aktiviert dadurch die Geschmacksknospen. Doch warum macht Scharf glücklich?
Das Gehirn reagiert durch den ausgelösten Schmerz. Durch diese Schmerzreaktion werden Endorphine – die sogenannten Glückshormone – ausgeschüttet. Wir fühlen uns entspannt, so auch nach dem Essen von Gerichten mit einer gewissen Schärfe.
Wenn Sie bei scharfem Essen nichts Weiteres als Tränen in den Augen, eine brennende Schleimhaut und Schweißausbrüche haben – keine Panik. Scharf Essen kann trainiert werden. Die Geschmacksknospen reagieren nämlich von Mal zu Mal weniger auf den Chiligehalt. Wer also häufig scharfe Lebensmittel isst, wird automatisch abgehärtet. Die Toleranzgrenze erhöht sich und eine Gewöhnung tritt ein.
Vorteile von scharfem Essen.
Scharfes Essen hat noch viel mehr Auswirkungen auf unseren Körper als ein einfaches Brennen im Mund. Durch scharfes Essen wird der Stoffwechsel im Körper angeregt, was beim Abnehmen zusätzlich unterstützend wirken kann. Wer durch die Schärfe in Gerichten schwitzt, verbrennt nachweislich mehr Fett. Das Schwitzen hilft außerdem besonders an heißen Tagen, da der Körper so auf natürliche Weise gekühlt wird.
Wie wird Schärfe gemessen?
Der Stoff Capsaicin sorgt für die Schärfe in scharfen Lebensmitteln. Gemessen wird der Schärfegrad von Lebensmitteln in Scoville-Einheiten. Die höchste Stufe ist reines Capsaicin und erreicht auf der Skala den Wert von 16.000.000. Während Gemüsepaprika etwa einen Grad von 0 bis 100 Einheiten hat, kommt die amerikanische Tabascosauce auf 2.500 bis 5.000 Einheiten. Ein normales Chili-Gericht dagegen kommt vielleicht auf maximal 30.000 Scoville.
Ab einem gewissen Schärfegrad, etwa 1.000.000 Scoville, ist der Körper nicht mehr in der Lage, die Schärfe zu erkennen. Um das schmerzhafte Brennen im Mund zu löschen, greifen viele oft zu Wasser. Es bewirkt zwar eine kurzfristige Kühlung, doch das Capsaicin wird noch stärker im Mund verteilt und brennt somit noch viel mehr. Am besten eignet sich in diesem Moment ein Glas Milch oder ein Stück Käse. Das in diesen Produkten enthaltene Fett löst das Capsaicin und mildert dadurch die Schmerzempfindung.
5 beliebte Scharfmacher zum Würzen
Pfeffer
Pfeffer ist einer der ältesten und beliebtesten Scharfmacher. Er kommt in fast jeder Küche zum Einsatz und ist aus den Gewürzregalen nicht mehr wegzudenken. Es gibt verschiedene Sorten von Pfeffer, die sich in Farbe und Schärfe unterscheiden. Die bekannteste Sorte ist der Schwarze Pfeffer. Schwarzer Pfeffer hat auch eine gesundheitsfördernde Wirkung. Unter anderem kurbelt er die Durchblutung der Schleimhäute an und fördert die Verdauung.
Die Nahrin Pfefferwürzmischung enthält nicht nur schwarzen Pfeffer. Für eine abgerundete Pfeffernote sorgen insgesamt drei Pfeffersorten: schwarzer Pfeffer, weißer Pfeffer und Cayennepfeffer.
Knoblauch
Ein weiterer Scharfmacher ist Knoblauch. Er ist eine beliebte Zutat in zahlreichen Speisen und ist bekannt für seinen scharf-aromatischen Geschmack. Aber auch unsere Gesundheit profitiert von der geruchsintensiven Wunderknolle. Schon früher schätzte man die antimikrobielle und blähungstreibende Wirkung des Knoblauchs, der sich allein dadurch als überaus gesunder Scharfmacher erweist.
Einen besonders leckeren scharf-aromatischen Geschmack verleiht das Nahrin Knoblauch Gewürz den Gerichten und Dip-Saucen.
Wasabi
Wasabi, auch japanischer Meerrettich genannt, ist als hellgrüne Paste oder in Pulverform bekannt und von keinem Sushi-Gericht mehr wegzudenken. Es hat aufgrund der enthaltenen Senföle einen scharfen Geschmack und ist gesund. Wasabi in scharfem Essen bewirkt nicht nur ein Brennen im Nasen- und Rachenraum, sondern fördert auch die Verdauung sowie die gesunde Darmflora.
Meerrettich
Meerrettich wird traditionell bereits seit dem 12. Jahrhundert als Heilpflanze und als Gewürz verwendet. Frischer Meerrettich hat einen intensiven, scharfen Geschmack. Er enthält außerordentlich viele ätherische Öle. Diese können dazu führen, dass man beim Genuss von Meerrettich mit einem heftigen Brennen und Jucken in der Nase reagiert.
Chili
Das bekannteste Lebensmittel unter den Scharfmachern ist allerdings die Chilipflanze. Chili gehört heute zu den meist verbreitetsten Gewürzen der Welt. Aus der internationalen Küche ist Chili nicht wegzudenken. Das Nachtschattengewächs kommt ursprünglich aus Südamerika und kann verschiedenste Schärfegrade aufweisen.